Unter dem Begriff Raum wird umgangssprachlich zumeist die spezielle
Ausprägung als umbauter Raum verstanden.
In der Mathematik wird von der Realität abstrahiert und Raum als
n-dimensionales Wertesystem von Funktionen über n voneinander
unabhängige Variablen aufgefaßt.
Diese Auffassung von Raum ist im Rahmen dieser Arbeit zu allgemein, statt
dessen möchte ich unter Raum den mathematischen Begriff auf ein
bis drei Dimensionen einschränken.
Objekte in einem Raumes können eine maximal ebenso große
Dimensionaliät besitzen. Sie zeichnen sich durch räumliche
Eigenschaften wie Lage, Ausdehnung und Orientierung aus. Die Lage
schafft einen Raumbezug, genauer einen Bezug zum Ursprung des
Raums.
Wenn Raumbezug durch die Angabe von Koordinaten hergestellt wird, möchte
ich von direktem Raumbezug sprechen.
Indirekter Raumbezug wird mittelbar über andere, ihrerseits jedoch
raumbezogene Objekte hergestellt und die relative Lage zu ihnen, etwa das
Enthaltensein in oder das Benachbartsein zu ihnen. Solcher indirekter Raumbezug
ist im allgemeinen weniger exakt.
Vielfach wird auch die Zeit als eine Erweiterung des Raums um eine Dimension
angesehen, entsprechend der Raum dann 4D-Raum genannt. Zeit besitzt aber
gegenüber den ersten drei Raumdimensionen eine andere Qualität, da
sie selbst eine Orientierung hat. Ich möchte sie daher nicht im engeren
Sinn als zum Raum gehörende Dimension bezeichnen.