
Simulationsmodelle grenzen sich in der Untersuchungsmethode von analytischen
Modellen ab.
"Modelle mit analytischem Lösungsansatz erlauben es, in ein
Gleichungssystem, das die vorhandenen Systembeziehungen wiederspiegelt,
bestimmte angenommene Werte einzusetzen und in einem geschlossenen
Lösungsdurchlauf den zu ermittelnden Systemzustand direkt zu bestimmen. In
Simulationsmodellen dagegen wird der Modellzustand Schritt für Schritt
fortgeschrieben, d.h. die Zwischenergebnisse der Berechnung besitzen eine
Interpretation als Zwischenzustände des Originals." (s.[Pag91], S. 4)
Wie die Eigenschaften von Modellen im allgemeinen lassen sich auch die
Eigenschaften von Simulationsmodellen klassifizieren nach kontinuierlich oder
diskret, deterministisch oder stochastisch.
Charakteristisch für kontinuierliche Simulationsmodelle ist ein System von
nicht direkt lösbaren Differentialgleichungen, die schrittweise nach
numerischen Integrationsverfahren, wie dem Euler-Verfahren oder dem
Runge-Kutta-Verfahren, gelöst werden können.
Lösungsansätze für diskrete Simulationsmodelle sind Verfahren,
die die Zustandsübergänge zu diskreten Zeitpunkten fortschreiben,
wobei zwischen ereignisorientiertem, transaktionsorientiertem,
aktivitätsorientiertem oder prozeßorientiertem Modellierungsstil
unterschieden werden kann.