
Der Begriff Kopplung bedeutet umgangssprachlich soviel wie den Vorgang der
Verbindung sowie auch dessen Resultat.
Daneben wird er in der Physik unter dem Aspekt der Beziehung von Systemen
zueinander definiert.
In der englischsprachigen Literatur über Kopplung von GIS und
Simulationsmodellen werden häufig die Begriffe linkage und
coupling verwendet, ohne daß eine semantische Trennung zu erkennen
war.
KRAUSE und SPUR beschreiben die Kopplung von CAD-Systemen wie folgt:
"[...] Die softwaremäßige Kopplung von CAD-Systemen kann durch
verschiedene Verfahren realisiert werden:
Kopplung mittels homogener Datenbasis, d.h. Verwendung der gleichen
rechnerinternen Darstellung aller Module [...] bzw. Systeme;
Kopplung mittels heterogener Datenbasen, d.h. Verwendung von Pre- und
Postprozessoren, um die Daten zwischen den Systemen mit einer
unterschiedlichen rechnerinternen Darstellung direkt zu übertragen;
Kopplung mittels gemeinsamer Datenbasis, d.h. Speicherung der systeminternen
[...] Daten in einer für alle Systeme zugänglichen Datenbasis.
[...]"
(s.[K&S91], S. 135f, Hervorhebungen durch die Autoren)
Diese Definition läßt sich auch allgemeiner für die Kopplung
von Programmen miteinander auffassen.
Während diese Definition die Verwendungsart einer Datenbasis als
Klassifikationskriterium in den Mittelpunkt stellt, werde ich im nächsten
Kapitel die Kopplung zwischen GIS und Simulationsmodellen unter weiteren
Aspekten untersuchen:
* Notwendigkeit von Benutzerinteraktion
* Systemarchitektur
* Kompatibilität von Simulationsmodellen und GIS-Datenmodellen.
Gerade der letzte Punkt im Vergleich zu den anderen macht deutlich, daß
die Kopplung von GIS und Simulationsmodellen auf unterschiedlichen Ebenen
ansetzt:
* Die Kopplung von GIS als Programm mit einem Simulationsprogramm
* Die Kopplung von Modellen