previous next Up Title Contents Index

1.5 Kopplung

Der Begriff Kopplung bedeutet umgangssprachlich soviel wie den Vorgang der Verbindung sowie auch dessen Resultat.
Daneben wird er in der Physik unter dem Aspekt der Beziehung von Systemen zueinander definiert.
In der englischsprachigen Literatur über Kopplung von GIS und Simulationsmodellen werden häufig die Begriffe linkage und coupling verwendet, ohne daß eine semantische Trennung zu erkennen war.
KRAUSE und SPUR beschreiben die Kopplung von CAD-Systemen wie folgt:

"[...] Die softwaremäßige Kopplung von CAD-Systemen kann durch verschiedene Verfahren realisiert werden:
Kopplung mittels homogener Datenbasis, d.h. Verwendung der gleichen rechnerinternen Darstellung aller Module [...] bzw. Systeme;
Kopplung mittels heterogener Datenbasen, d.h. Verwendung von Pre- und Postprozessoren, um die Daten zwischen den Systemen mit einer unterschiedlichen rechnerinternen Darstellung direkt zu übertragen;
Kopplung mittels gemeinsamer Datenbasis, d.h. Speicherung der systeminternen [...] Daten in einer für alle Systeme zugänglichen Datenbasis. [...]"
(s.[K&S91], S. 135f, Hervorhebungen durch die Autoren)

Diese Definition läßt sich auch allgemeiner für die Kopplung von Programmen miteinander auffassen.
Während diese Definition die Verwendungsart einer Datenbasis als Klassifikationskriterium in den Mittelpunkt stellt, werde ich im nächsten Kapitel die Kopplung zwischen GIS und Simulationsmodellen unter weiteren Aspekten untersuchen:
* Notwendigkeit von Benutzerinteraktion
* Systemarchitektur
* Kompatibilität von Simulationsmodellen und GIS-Datenmodellen.
Gerade der letzte Punkt im Vergleich zu den anderen macht deutlich, daß die Kopplung von GIS und Simulationsmodellen auf unterschiedlichen Ebenen ansetzt:
* Die Kopplung von GIS als Programm mit einem Simulationsprogramm
* Die Kopplung von Modellen


previous next Up Title Contents Index