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2.2 Architekturen von Kopplungen


Um die Architektur zu erkennen, darf nicht nur der Blick auf die beiden zu koppelnden Einheiten als Ganzes gerichtet werden, sondern auch ihre wesentlichen Komponenten sollen in ihren Beziehungen untereinander beachtet werden.
Die Notation der Abbildungen lehnt sich dabei an die von WAGNER an.

Abb. 5: Legende zu den Abbildungen

Die Abb. 6 zeigt zusätzlich zu den in[Bar95], S. 350 genannten GIS-Komponenten auch allgemein in Programmen übliche Komponenten wie Benutzungsschnittstelle, Kontrollschnittstelle, Datenschnittstelle und Programmierschnittstelle. Nicht in allen konkreten Geographischen Informationssystemen werden alle Komponenten auftreten.
Es erscheint mir wichtig, zwischen der Benutzungsschnittstelle und der Kontrollkomponente zu unterscheiden. So wird verdeutlicht, daß die Kontrolle im Programm durchaus sowohl mit als auch ohne Eingriff der BenutzerIn erfolgen kann.

Abb. 6: Komponenten eines GIS


Die Abb. 7 zeigt die Komponenten eines Simulationssystems in Anlehnung an PAGE (vgl.[Pag91] S.165 ff, insbesondere S. 169), ferner ist bereits die Architektur des MOBILE-Systems wie in[MMH+97] beschrieben mit eingeflossen. Auch für diese Abbildung gilt, daß konkrete Simulationssysteme nicht alle Komponenten enthalten. Insbesondere ist die Kopplung von Geographischen Informationssystemen und Simulationsmodellen nicht auf Simulationssysteme beschränkt, sondern schließt auch einfacher realisierte Simulationsmodelle, die nicht über eine Modellierungs- und Ergebnisanalysekomponente verfügen, ein. Auf Architekturvarianten mit letzteren wird weiter unten noch einmal gesondert eingegangen.

Abb. 7 Die Komponenten eines Simulationssystems
Die Pfeile zur Symbolisierung des Kontrollflusses sind zur
Vereinfachung der Darstellung überwiegend weggelassen.


Das Gesamtsystem, das aus der engen Kopplung eines Geographischen Informationssystems und eines Simulationssystems entsteht bzw. die typischen Komponenten sowohl eines Geographischen Informationssystems als auch eines Simulationssystems enthält, soll im folgenden Geographisches Informations- und Simulationssystem (GISS) genannt werden.


In den folgenden Abbildungen wird zur Verminderung der kombinatorischen Möglichkeiten nur jeweils eine Architekturkomponente variiert, und zwar
* die Lage der Kontrollkomponente des GISS
* die Lage der Benutzungsschnittstelle
* die Lage der Konverter
Für die in diesem Abschnitt wesentlichen, architektonischen Aspekte der Kopplung reicht eine vereinfachte Darstellung aus. Weggelassene Komponenten müssen entsprechend den Abbildungen und gedanklich ergänzt werden.


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