Wenn ein Simulationsmodell mit einem GIS gekoppelt werden soll, so muß
es in seiner Dimensionalität mit einem der zur Verfügung stehenden
Datenmodelle
1. übereinstimmen oder
2. die Daten müssen in Richtung des (Simulations- oder GIS-Daten-)Modells
mit geringerer Dimensionsanzahl projeziert werden oder
3. die Daten müssen in Richtung des Modells mit höherer
Dimensionsanzahl geeignet erzeugt werden.
Das von WEIHRAUCH in[Wei98] beschriebene Ausbreitungsmodell beruht etwa auf
einem dreidimensionalen Windfeld. Soll es mit einem GIS gekoppelt werden und
die Gebäudedaten dorther bezogen werden, so werden neben
Grundrißdaten auch Gebäudehöhendaten benötigt. Für
diesen Zweck könnte noch ein 2,5-D-Raum-Datenmodell als Grundlage
ausreichen, da im Simulationsmodell realistischerweise davon ausgegangen werden
kann, daß die simulierten Gebäude Quader sind, die auf der
Grundfläche stehen. Wenn jedoch das Modell auf einem echten 3-D-Raum
beruhen soll, um auch Gebäudedurchbrüche simulieren zu können,
so reicht das 2,5-D-Raum-Datenmodell nicht mehr aus.
Für den umgekehrten Fall, der Ergebnisverarbeitung im GIS, etwa zu
Visualisierungszwecken, müssen die dreidimensionalen Daten für die
Handhabung in einem 2-D-Raum-Datenmodell herunterprojeziert werden. In der
Regel wird die Ausbreitung über der Bodenfläche interessieren und so
die Projektion auf den Boden erfolgen. Denkbar ist aber auch eine Projektion
auf eine senkrecht zur Erdoberfläche verlaufende Fläche, wie sie von
TERTILT und MERKEL in[T&M93] zur schematischen Darstellung von
Einflußgrößen in einem Grundwassermodell verwendet wird.