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2.3.2 Dimensionalität des Raums

Wenn ein Simulationsmodell mit einem GIS gekoppelt werden soll, so muß es in seiner Dimensionalität mit einem der zur Verfügung stehenden Datenmodelle
1. übereinstimmen oder
2. die Daten müssen in Richtung des (Simulations- oder GIS-Daten-)Modells mit geringerer Dimensionsanzahl projeziert werden oder
3. die Daten müssen in Richtung des Modells mit höherer Dimensionsanzahl geeignet erzeugt werden.
Das von WEIHRAUCH in[Wei98] beschriebene Ausbreitungsmodell beruht etwa auf einem dreidimensionalen Windfeld. Soll es mit einem GIS gekoppelt werden und die Gebäudedaten dorther bezogen werden, so werden neben Grundrißdaten auch Gebäudehöhendaten benötigt. Für diesen Zweck könnte noch ein 2,5-D-Raum-Datenmodell als Grundlage ausreichen, da im Simulationsmodell realistischerweise davon ausgegangen werden kann, daß die simulierten Gebäude Quader sind, die auf der Grundfläche stehen. Wenn jedoch das Modell auf einem echten 3-D-Raum beruhen soll, um auch Gebäudedurchbrüche simulieren zu können, so reicht das 2,5-D-Raum-Datenmodell nicht mehr aus.
Für den umgekehrten Fall, der Ergebnisverarbeitung im GIS, etwa zu Visualisierungszwecken, müssen die dreidimensionalen Daten für die Handhabung in einem 2-D-Raum-Datenmodell herunterprojeziert werden. In der Regel wird die Ausbreitung über der Bodenfläche interessieren und so die Projektion auf den Boden erfolgen. Denkbar ist aber auch eine Projektion auf eine senkrecht zur Erdoberfläche verlaufende Fläche, wie sie von TERTILT und MERKEL in[T&M93] zur schematischen Darstellung von Einflußgrößen in einem Grundwassermodell verwendet wird.


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