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2.3.3 Stetigkeit des Raums

KEMP bemängelt die grundsätzliche Inkompatibilität von mathematischen Modellen und GIS-Datenmodellen aufgrund mangelnder Raumkontinuität in GIS-Datenmodellen:
"[...] the mathematical model and the data models used to organize the spatial data in the GIS are generally incompatible. While many hydrological and other environmental models are based on theories that assume continuity, current GIS data models can only represent continuous phenomena in a variety of discrete data models."
Diese Gedanken sind zwar im allgemeinen richtig, jedoch nicht zutreffend wenn
1. ein Simulationsmodell Eingabedaten aus dem GIS bezieht, die Zwischenwerte in der benötigten Auflösung interpoliert, intern alle Zustandsfolgen mit raumkontinuierlichen Modellen berechnet und die Daten in diskretisierter Form wieder an das GIS ausgibt,
2. ein Modell von vornherein raumdiskret arbeitet, wie etwa zelluläre Automaten,
3. ausschließlich raumdiskret gut approximierbare Eingabedaten benötigt werden, zu denen viele von Menschen geschaffene Objekte zählen, etwa Straßen, Gebäude und Fahrzeuge[8].
Schwierig hingegen wird es bei natürlichen Phänomenen, die raumkontinuierlich sind, zum Beispiel Temperatur, Niederschlag, Geländehöhe. Für sie muß eine Konvertierung der Daten aus dem GIS-Datenmodell zum Simulationsmodell Bestandteil des Modells sein und dementsprechend mit validiert werden, so daß die in 1. geschilderte Situation eintritt.


[8] Es könnte eingewendet werden, daß Fahrzeuge durch ihre Bewegung mit der Zeit einen raumkontinuierlich anderen Ort einnehmen. In jeder Momentaufnahme ist jedoch festlegbar, wo ein Fahrzeug ist und wo nicht. Die Diskretisierung findet vielmehr in der Zeit statt.


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