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2.3.4 Projektion

Raumbezug wird in GIS über geographische Koordinaten hergestellt. Lediglich im lokalen Bereich kann die Krümmung der Erdoberfläche vernachlässigt werden. Je größer der betrachtete Ausschnitt wird, desto größer wird die Abweichung von der Ebene. Simulationsmodelle, die auf ebenem bzw. orthogonal dreidimensionalem Raum beruhen, müssen diesen Umstand berücksichtigen. Raumbezogene Berechnungen müssen dabei berücksichtigen, daß es unterschiedliche Projektionsarten gibt: winkeltreue, flächentreue und längentreue Projektionen. Sie sind für unterschiedliche Zwecke geeignet:
* Flächentreue Projektionen sind für Anwendungen geeignet, die mit Flächen rechnen.
* Längentreue Projektionen erhalten die Distanzen, was im Verkehrsbereich von Bedeutung ist.
* Winkeltreue Projektionen stellen Linien mit konstanter Ausrichtung als Gerade dar. Sie sind im Bereich der Navigation wichtig.
(vgl.[G&M95], S.10f)
Je nachdem, was in Simulationsmodellen berechnet wird, sind unterschiedliche Projektionen zu verwenden, unter Umständen sind in ein und demselben Modell für unterschiedliche Teilberechnungen die Daten auf unterschiedliche Weise zu projezieren. In kleinräumigen Anwendungen spielt die Projektion jedoch eine untergeordnete Rolle.
Die Projektion ist auch im Bereich der Visualisierung von Simulationsdaten von Bedeutung. Wird etwa eine Verteilung von Schadstoffen als Ergebnis einer Partikelsimulation durch einzelne Punkte visualisiert, so muß für eine großräumige Darstellung eine flächentreue Projektion verwendet werden. Ansonsten würden die Partikel in Polnähe trotz gleicher Dichte über einem konstant großen Flächenstück weniger dicht beieinander dargestellt und dadurch bei der BetrachterIn den Eindruck erwecken, daß die Konzentration dort nicht so hoch sei, wie in Äquatornähe.


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