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3.2 Simulationsexperimente im MOBILE-System

Mit Hilfe von Experimentspezifikationen wird der Ablauf von Simulationsexperimenten gesteuert. Diese Experimentspezifikationen werden in der Mobile-Script-Language (MSL) abgefaßt. Die Mobile-Script-Machine (MSM) führt diese Experimentspezifikationen aus.
Gemäß der Baukastenmetapher bestehen Simulationsexperimente aus Bausteinen. Bausteine sind Objekte, die in die Klassen Datenquelle (Generator), Datensenke (Recorder), Auswertungsmethode (Evaluator) und Simulationsmodell (Simulator) sowie Simulationsexperimente eingeteilt sind. Zur Dokumentation und Experimenterstellung dient die graphische Notation der Mobile-Script-Language, die Graphical Mobile-Script-Language (GMSL). Die Experimenterstellung wird unterstützt durch einen graphischen Editor, den GMSL-Editor (s.[Kri97]). Die erstellte GMSL-Notation muß zur Ausführung in die textuelle MSL-Notation überführt werden.
Zur Veranschaulichung ist hier die graphische Notation kurz wiedergegeben (vgl. [M&M96b], [HPM+96]), eine Beschreibung der textuellen Notation ist in [M&M96a],[MMH+97],[Müg96] zu finden.

Abb. 18: Die graphische Notation GMSL


Bausteine sind entweder atomar oder ihrerseits wieder aus anderen Bausteinen zusammengesetzt. Zusammengesetzte Bausteine heißen komplexe Bausteine. So kann eine Hierarchie von Simulationsmodellen entstehen. Einige der exogenen Variablen eines Teilmodells werden - bei der Verknüpfung von Teilmodellen zu komplexen Modellen - zu endogenen Variablen (vgl.[HPM+96], S. 13).
Simulationsexperimente sind grundsätzlich komplex, da sie mindestens ein Simulationsmodell enthalten.
Auch Simulationsexperimente können Hierarchien bilden. Ein Simulationsexperiment, das mindestens ein weiteres Simulationsexperiment enthält, heißt höheres Simulationsexperiment, ansonsten elementares Simulationsexperiment. Ein elementares Simulationsexperiment ist in Abb. 19 dargestellt.

Abb. 19: Graphische Definition eines Experimentes (s. [M&M96b])

Auch die Bausteine Datenquelle und Datensenke sind Instanzen, die von Klassen abgeleitet werden müssen und die Instantiierungsdaten benötigen. Da sie beim Entwurf mittels des GMSL-Editors von voreingestellten Standardklassen abgeleitet werden können, ist auch hier die Graphik aus Gründen der Übersichtlichkeit vereinfacht und muß gedanklich entsprechend erweitert werden.


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