Die Kontrolle des Mobile-Systems übernimmt während eines Experimentlaufs zunächst die Mobile Script Machine (MSM). Auf der Grundlage der Beschreibung eines ausgewählten Experiments in MSL wird das Experiment initiiert. Abb. 20 zeigt ein bereits gestartetes Experiment.
Sie startet zunächst den Prozeß Mobile Communication
Manager (MCM). Dieser wiederum startet auf jedem zum System gehörenden
Rechner einen Prozeß Local Communication Manager (LCM).
Hauptaufgabe der MSM ist es, die MCM mit den nötigen Daten über
Bausteinabhängigkeiten zu versorgen, indem die Baustein-Hierarchie des
Modellexperiments (vgl. das Anwendungsbeispiel in Abb. 33 und Abb. 34)
verflacht und aus Gründen der Verwaltung zu einem Baum der Tiefe 3
organisiert wird. Die Wurzel bildet der MCM, die Knoten der ersten Stufe die
LCM und die Blätter die atomaren Bausteine. Die Beschreibungen der
komplexen Bausteine hingegen werden in Kontrolldaten für die LCMs
umgesetzt. Dazu erhalten die LCMs Anfragen darüber, welche atomaren
Bausteine auf dem jeweiligen Rechner bearbeitet werden können und melden
diese beim MCM als ausführbar zurück. Wenn alle atomaren Bausteine
bearbeitet werden können, werden sie einem sie ausführenden Rechner
zugeordnet und die Ausführung auf dem zugeordneten Rechner gestartet, d.h.
die entsprechenden Bausteine werden instantiiert.
Zur Instantiierungszeit werden die Instantiierungsdaten an die
Baustein-Instanzen übergeben. Dazu zählen etwa die Parameter der
Simulationsmodelle. Nach der Instantiierung beginnen die Baustein-Instanzen mit
der Berechnung der Ergebnisse.
Die Bausteine sind untereinander gemäß ihrer Abhängigkeiten,
die sich aus der Experimentspezifikation ergeben, gekoppelt. Daten zwischen
zwei gekoppelten Bausteinen werden über Datenpuffer asynchron
ausgetauscht. Ausgetauscht werden MSL-Daten-Objekte.