previous next Up Title Contents Index

3.3 Dynamische Struktur des MOBILE-Systems während eines Experiments

Die Kontrolle des Mobile-Systems übernimmt während eines Experimentlaufs zunächst die Mobile Script Machine (MSM). Auf der Grundlage der Beschreibung eines ausgewählten Experiments in MSL wird das Experiment initiiert. Abb. 20 zeigt ein bereits gestartetes Experiment.

Abb. 20: Aufteilung der Bausteine eines Experiments

Sie startet zunächst den Prozeß Mobile Communication Manager (MCM). Dieser wiederum startet auf jedem zum System gehörenden Rechner einen Prozeß Local Communication Manager (LCM). Hauptaufgabe der MSM ist es, die MCM mit den nötigen Daten über Bausteinabhängigkeiten zu versorgen, indem die Baustein-Hierarchie des Modellexperiments (vgl. das Anwendungsbeispiel in Abb. 33 und Abb. 34) verflacht und aus Gründen der Verwaltung zu einem Baum der Tiefe 3 organisiert wird. Die Wurzel bildet der MCM, die Knoten der ersten Stufe die LCM und die Blätter die atomaren Bausteine. Die Beschreibungen der komplexen Bausteine hingegen werden in Kontrolldaten für die LCMs umgesetzt. Dazu erhalten die LCMs Anfragen darüber, welche atomaren Bausteine auf dem jeweiligen Rechner bearbeitet werden können und melden diese beim MCM als ausführbar zurück. Wenn alle atomaren Bausteine bearbeitet werden können, werden sie einem sie ausführenden Rechner zugeordnet und die Ausführung auf dem zugeordneten Rechner gestartet, d.h. die entsprechenden Bausteine werden instantiiert.
Zur Instantiierungszeit werden die Instantiierungsdaten an die Baustein-Instanzen übergeben. Dazu zählen etwa die Parameter der Simulationsmodelle. Nach der Instantiierung beginnen die Baustein-Instanzen mit der Berechnung der Ergebnisse.
Die Bausteine sind untereinander gemäß ihrer Abhängigkeiten, die sich aus der Experimentspezifikation ergeben, gekoppelt. Daten zwischen zwei gekoppelten Bausteinen werden über Datenpuffer asynchron ausgetauscht. Ausgetauscht werden MSL-Daten-Objekte.


previous next Up Title Contents Index