Die Benutzungsoberfläche des Programms ArcView läßt sich auf
verschiedenen Ebenen anpassen. Eine Möglichkeit ist, die
Bedienelementklassen Menü, Symbolleisten und Tastenkombinationen auf eine
bestimmte Anwendung hin zu konfigurieren: Bestehende Bedienelemente, zum
Beispiel Symbole aus einer Symbolleiste, können entfernt oder neu
hinzugefügt werden. An ein Bedienlement kann die Ausführung eines
Avenue-Scripts gebunden werden.
Avenue-Scripte sind Programme, die in der ArcView-eigenen
Programmiersprache Avenue kodiert sind. Sie müssen vor ihrer
Ausführung mit dem in ArcView integrierten Compiler compiliert werden. Es
besteht die Möglichkeit, ein Script mittels des ebenfalls integrierten
Debuggers im Einzelschrittmodus (je eine Anweisung) oder bis zu einem
definierten Stop (Breakpoint) ausführen zu lassen. Nach jedem Schritt oder
definierten Stop können die Werte der Script-lokalen oder globalen
Variablen inspiziert werden. Es können jedoch nur die lokalen Variablen
des direkt gestarteten Avenue-Scripts untersucht werden, nicht aber jene eines
von diesem gegebenenfalls aufgerufenen Scripts, da ein Scriptaufruf vom
Debugger als eine Anweisung angesehen wird und somit nicht in ihren Ablauf
hineingesehen werden kann. Dies erschwert die Lokalisierung von Fehlern in
verschachtelten Aufrufen.
Ein Avenue-Script kann gestartet werden durch
* die Bindung an Bedienelemente
* die Auswahl aus der Liste aller Avenue-Scripte im Projektfenster
* das Senden des AppleEvents run durch ein anderes Programm.
Auf diese Möglichkeit werde ich im Abschnitt Realisierung noch vertieft
eingehen.
Avenue-Scripte können nicht durch Aufzeichnen von ArcView-Bedienschritten
erstellt werden.