Der Ablauf der Simulationsmodelle, Ausführungsmethoden, usw. ist in den
einzelnen Bausteinen gekapselt. Die Kontrolle des Ablaufs der Bausteine als
Ganzes hat der MCM insgesamt bzw. die LCM auf jedem einzelnen Rechner.
Sollen mit dem GIS gekoppelte Bausteine mit anderen Bausteinen kommunizieren,
ob letztere nun auf dem Macintosh oder auf anderen Rechnern ablaufen, so findet
die direkte Kommunikation ausschließlich über den Local
Communication Manager des Macintosh statt. Die Kontrolle dafür obliegt
ganz dem Local Communication Manager, der Datenaustausch findet zur
Experimentlaufzeit nur über die Eingabe- bzw. Ausgabeports statt.
Prinzipiell gibt es die beiden Möglichkeiten, das GIS als Client und das
MOBILE-Kernsystem als Server auftreten zu lassen oder umgekehrt.
Da das MOBILE-Kernsystem die GISS-Kontrolle innehat, ist es
erforderlich, daß das GIS als Server arbeitet. (siehe Abschnitt
Lage der Kontrollkomponente des Geographischen Informations- und
Simulationssystems (GISS, S.35)
Die Bausteine werden nebenläufig ausgeführt. Aus diesem Grund ist es
notwendig, den Zugriff auf das GIS so zu kapseln, daß nicht mehrere
Bausteine gleichzeitig dieselben Daten im GIS benutzen. Um keine allzu
komplizierte Konfliktbehebung entwickeln zu müssen wird der Zugriff auf
das GIS als Ganzes exklusiv durchgeführt.
Um sicherzustellen, daß das GIS seiner Funktion als Server gerecht werden
kann, muß es zuvor gestartet und initialisiert werden.
Teile der Initialisierung werden Java-seitig ablaufen müssen, andere
wiederum werden besser in ArcView durchführbar sein.
Um die Kontrolle ArcViews während eines Experimentlaufs adäquat
verwalten zu können, muß die Schnittstelle dem Local Communication
Manager einen Zugriff auf wesentliche Zustände der Schnittstelle
ermöglichen. Zu den wesentlichen Zuständen zählt etwa der
Fortgang des Experiments oder das reguläre Beenden ArcViews nach
Abschluß des Experiments. Die Verwaltung der nötigen Zustandsdaten
findet in einer Session statt: Sie ist die Entsprechung zum Ablauf eines
Experiments im Mobile-System. Dabei wird eine Session definiert als der Ablauf
des höchsten Experiments, also desjenigen Experiments, das nicht selbst
Teil eines Experiments während des aktuellen Experimentlaufs ist.