Entgegen der Konzeption der Programmierschnittstelle, für die
zugrundegelegt wird, daß das GIS ArcView als Server eingesetzt wird,
besteht seitens des Mobile-Projekts zusätzlich der Bedarf für die
Variante, ArcView als Client einzusetzen.
Da das in diesem Abschnitt vorgestellte Konzept nicht realisiert ist, wird die
mögliche Realisierung schon in diesem Abschnitt angedeutet, was inhaltlich
einen gewissen Vorgriff auf folgende Abschnitte bedeutet.

Das in der Abbildung befindliche Konzept beruht auf der Benutzung des
Mobile-Systems von einem Macintosh aus. Da das GIS in dieser Variante als
Client eingesetzt werden soll, muß es am Arbeitsplatz der BenutzerIn
installiert sein. Ebenso ist ein WWW-Browser erforderlich, der Formulare
unterstützt, etwa der Netscape Communicator.
Im GIS wird ein Dateiauswahldialog zur Auswahl der Parameterdatei verwendet.
Sie muß in Form eines ArcView-Projektes vorliegen. Die Daten werden durch
einen vom Dateiauswahldialog kontrollierten Konverter in die
Austauschrepräsentation konvertiert und als neue Datei abgelegt. Diese
kann im WWW-Browser als Datei angegeben werden. Angestoßen von der
Formularabsendung im WWW-Browser wird zum einen die Versendung der Datei, die
die Austauschrepräsentation enthält, zum Server initiiert, zum
anderen wird über das Common Gateway Interface (CGI) des WWW-Servers der
Mobile Communication Manager mit neuen Kontrolldaten über das zu
startende Experiment versorgt. Die Datenquelle erhält die Kontrolldaten
als Parameter und startet aufgrund dessen die Konvertierung der Daten aus der
Austauschrepräsentation, um sie dann weiteren Bausteinen zur
Verfügung stellen zu können.
Daneben soll es möglich sein, dem Simulationsmodell die Daten direkt als
Parameter zu übergeben (nicht in der Abbildung).
Für den umgekehrten Weg, die Ablage der Daten im GIS, ist es erforderlich,
die Daten in die Austauschrepräsentation zu konvertieren, wozu wiederum
Komponenten der in dieser Arbeit erstellten Schnittstelle verwendet werden. Der
Unterschied beim Rücktransfer eventuell erzeugter Ergebnisdaten für
das GIS liegt jedoch darin, daß das GIS dafür wieder als Server
arbeitet und lediglich den erfolgten Transfer meldet: die
rücktransferierten Daten werden in ein überwachtes Verzeichnis
geschrieben. Für die Überwachung in Frage kommt etwa der Mechanismus,
der in der ersten Version ArcView-Ansteuerung zum Start von Apple-Scripts
verwendet wurde, also ein Programm mit ähnlicher Arbeitsweise wie der
AppleScriptProcessor. Liegen die Daten im überwachten Verzeichnis vor, so
startet das überwachende Programm ein Avenue-Script im GIS ArcView, das
dann alles Nötige zur Konvertierung der Daten vornimmt.
Um nicht zweierlei Arten Bausteine für unterschiedliche Einsatzarten
ArcViews - zum einen wie bisher nur als Server, zum anderen auch als Client -
programmieren zu müssen, sollte die Verwendung der Datenobjekte auf
ArcView-Datenreferenzen beschränkt werden. Diese Einschränkung ist
gerechtfertigt, da die Verwendung ArcViews als Client nur eine
Übergangslösung darstellt. Durch die Einschränkung würde
die Konvertierung hinreichend von der Bausteinausführung zeitlich
getrennt, so daß die Anpassung des Konvertierungsvorgangs an die
veränderte Einsatzart ArcViews weiterhin verborgen werden kann.