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5.3.4 ArcView als Client

Entgegen der Konzeption der Programmierschnittstelle, für die zugrundegelegt wird, daß das GIS ArcView als Server eingesetzt wird, besteht seitens des Mobile-Projekts zusätzlich der Bedarf für die Variante, ArcView als Client einzusetzen.
Da das in diesem Abschnitt vorgestellte Konzept nicht realisiert ist, wird die mögliche Realisierung schon in diesem Abschnitt angedeutet, was inhaltlich einen gewissen Vorgriff auf folgende Abschnitte bedeutet.

Abb. 25: Das GIS ArcView als Client. AtRpr.=Austauschrepräsentation

Das in der Abbildung befindliche Konzept beruht auf der Benutzung des Mobile-Systems von einem Macintosh aus. Da das GIS in dieser Variante als Client eingesetzt werden soll, muß es am Arbeitsplatz der BenutzerIn installiert sein. Ebenso ist ein WWW-Browser erforderlich, der Formulare unterstützt, etwa der Netscape Communicator.
Im GIS wird ein Dateiauswahldialog zur Auswahl der Parameterdatei verwendet. Sie muß in Form eines ArcView-Projektes vorliegen. Die Daten werden durch einen vom Dateiauswahldialog kontrollierten Konverter in die Austauschrepräsentation konvertiert und als neue Datei abgelegt. Diese kann im WWW-Browser als Datei angegeben werden. Angestoßen von der Formularabsendung im WWW-Browser wird zum einen die Versendung der Datei, die die Austauschrepräsentation enthält, zum Server initiiert, zum anderen wird über das Common Gateway Interface (CGI) des WWW-Servers der Mobile Communication Manager mit neuen Kontrolldaten über das zu startende Experiment versorgt. Die Datenquelle erhält die Kontrolldaten als Parameter und startet aufgrund dessen die Konvertierung der Daten aus der Austauschrepräsentation, um sie dann weiteren Bausteinen zur Verfügung stellen zu können.
Daneben soll es möglich sein, dem Simulationsmodell die Daten direkt als Parameter zu übergeben (nicht in der Abbildung).
Für den umgekehrten Weg, die Ablage der Daten im GIS, ist es erforderlich, die Daten in die Austauschrepräsentation zu konvertieren, wozu wiederum Komponenten der in dieser Arbeit erstellten Schnittstelle verwendet werden. Der Unterschied beim Rücktransfer eventuell erzeugter Ergebnisdaten für das GIS liegt jedoch darin, daß das GIS dafür wieder als Server arbeitet und lediglich den erfolgten Transfer meldet: die rücktransferierten Daten werden in ein überwachtes Verzeichnis geschrieben. Für die Überwachung in Frage kommt etwa der Mechanismus, der in der ersten Version ArcView-Ansteuerung zum Start von Apple-Scripts verwendet wurde, also ein Programm mit ähnlicher Arbeitsweise wie der AppleScriptProcessor. Liegen die Daten im überwachten Verzeichnis vor, so startet das überwachende Programm ein Avenue-Script im GIS ArcView, das dann alles Nötige zur Konvertierung der Daten vornimmt.
Um nicht zweierlei Arten Bausteine für unterschiedliche Einsatzarten ArcViews - zum einen wie bisher nur als Server, zum anderen auch als Client - programmieren zu müssen, sollte die Verwendung der Datenobjekte auf ArcView-Datenreferenzen beschränkt werden. Diese Einschränkung ist gerechtfertigt, da die Verwendung ArcViews als Client nur eine Übergangslösung darstellt. Durch die Einschränkung würde die Konvertierung hinreichend von der Bausteinausführung zeitlich getrennt, so daß die Anpassung des Konvertierungsvorgangs an die veränderte Einsatzart ArcViews weiterhin verborgen werden kann.


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